In einem Artikel mit dem Titel “Kollektivverhandlungen – eine theoretische Analyse” definierte A. Flandern Tarifverhandlungen als “… für die gemeinsame Regulierung von Arbeitsverwaltung und Arbeitsmärkten.” Der Tarifvertrag, das Ergebnis des Tarifvertrags, ist in der Regel ein undurchdringlicher Vertrag und unterscheidet sich rechtlich ganz anders als der Arbeitsvertrag. Aufgabe des Tarifvertrags ist es, die Beziehungen zwischen den Tarifparteien, d. h. zwischen dem Arbeitgeberverband oder einem einzelnen Arbeitgeber, und einer Gewerkschaft oder Gewerkschaften zu regeln. Solche Beziehungen werden als Beziehungen kollektiver Natur bezeichnet. Sie könnten Verfahrensvereinbarungen zwischen den Tarifparteien über Streiks oder andere Arbeitskampfmaßnahmen umfassen, bevor das Streitverfahren erschöpft ist; Fragen im Zusammenhang mit der Struktur der Verhandlungen zwischen den Parteien; die Schaffung der für Tarifverhandlungen eingerichteten Gremien; Verfahren für die Neuverhandlung des Tarifvertrags; Und so weiter. Der Tarifvertrag hat jedoch eine andere Funktion, die individuelle Funktion, die die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelt. Die Beschäftigungsbedingungen sind in der Regel tarifvertraglich geregelt. So gehören Lohnskalen, Arbeitsstunden, Urlaub, Krankheitslöhne, Überstunden, alle Fragen im Zusammenhang mit Ausbildung, Umschulung, Lehrlingsausbildung zu den zahlreichen Themen, die in den Beschäftigungsbedingungen zu finden sind.

Verfahren, die sich auf den einzelnen Arbeitnehmer beziehen, wie Beschwerde- und Disziplinarverfahren, können ebenfalls als Teil der Beschäftigungsbedingungen, die sich aus dem Tarifvertrag ergeben, gelten. Das Gesetz schreibt vor, dass der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer Angaben zu den wichtigsten Beschäftigungsbedingungen dieses Arbeitnehmers macht. Die Frage, ob die endgültige Entscheidung über eine Öffnungsklausel bei den Tarifparteien auf betrieblicher ebener oder auf Branchenebene liegen soll, ist unter den Sozialpartnern heftig umstritten. Während die meisten Arbeitgeberverbände dazu neigen, die endgültige Entscheidung der Unternehmensebene zu überlassen, wollen die Gewerkschaften ein Vetorecht bei den Tarifparteien auf Branchenebene beibehalten. In diesem Papier werden die Auswirkungen von Öffnungsklauseln in deutschen Tarifverträgen auf die Arbeitsplatzströme analysiert. Öffnungsklauseln sollten den Unternehmen mehr Flexibilität in Wirtschaftskrisen bieten. Daher wird erwartet, dass Unternehmen, die im Rahmen eines CBA mit Öffnungsklauseln tätig sind, einen geringeren Arbeitsplatzumsatz, insbesondere eine geringere Arbeitsplatzvernichtung unter schlechten Geschäftsbedingungen und – wenn die Schaffung von Arbeitsplätzen nicht beeinträchtigt wird – ein höheres Beschäftigungswachstum haben werden. Wir analysieren diese Frage empirisch anhand von Daten des IAB-Betriebspanels, einem großen und repräsentativen Datensatz über deutsche Betriebe. Wir ergänzen die Daten um zusätzliche Informationen über das Vorhandensein von Öffnungsklauseln in CBAs im westdeutschen Verarbeitenden Gewerbe (unter Verwendung des IAW-Datensatzes über Öffnungsklauseln). Mit Hilfe eines Matching-Ansatzes befassen wir uns mit Auswahlproblemen in flexiblen CBAs und zeigen, dass das Vorhandensein von Öffnungsklauseln positive, wenn auch nicht immer signifikante Auswirkungen auf das Beschäftigungswachstum hat.